Exklusiv
statement
Liebe Fans,
im Namen meiner neuen Mannschaft heiße ich Sie ganz herzlich willkommen auf meiner neuen Internet-Seite.
An dieser Stelle werden wir ab sofort den Dialog mit Ihnen aufnehmen. Sie bekommen hier exklusive Informationen zum Fußball –
und auch zur Körperpflege.
Schon bei den ersten Spots werden sie unsere Taktik kennenlernen:
Mein neues Team spielt nicht langweilig auf Unentschieden, sondern kreativ und witzig auf Sieg.
Die Offensive ist unsere Stärke, Spaß und Freude sind unsere ständigen Begleiter.
In regelmäßigen Kolumnen werde ich hier zu aktuellen Themen Stellung nehmen:
Warum schießt die deutsche Nationalmannschaft so wenig Tore nach Eckbällen?
Oder: Warum sind wir links stärker als rechts? Aber auch: Hilft Deo auch gegen den Angst-Schweiß des Trainers?
Im Trainingslager haben wir mit dem Team Mannschaft die Taktik festgelegt, mit der wir diese Aufgabe angehen: Offensiv, motiviert, erfrischend aber auch hintergründig.
Ich gebe gerne zu: Als Coach habe ich mit der neuen Mannschaft eine leichte Aufgabe,
weil Philosophie und Konzept stimmen. Alle sind topmotiviert, da wir alle eine ganz besondere Beziehung zum Produkt haben: Wir sind mit Nivea aufgewachsen,
meine drei Brüder und ich wurden als Kinder stets mit Nivea eingecremt.
Im Badezimmer meines Elternhauses in Schönau im Schwarzwald war NIVEA so unverzichtbar wie die Handtücher oder
der blaue NIVEA-Wasserball im Freibad. NIVEA FOR MEN passt deshalb zu mir wie die La Ola-Welle zu einem Sieg meiner Mannschaft.
In dieser Partnerschaft ist auch die Glaubwürdigkeit des Trainers keine Phrase sondern garantiert:
Der alte Spruch „Frisch rasiert verliert“ ist antiquiert und so erfolglos wie die Taktik mit Libero.
Fußball wird immer moderner, die Beteiligten stehen immer stärker in der Öffentlichkeit und in der Verantwortung.
Länderspiele sind Festtage des Fußballs vor mehr als zwölf Millionen Menschen an den Bildschirmen –
da kann der Bundestrainer nicht unrasiert oder ungepflegt auf der Trainerbank sitzen.
Denn am Ende ist es bei der Pflege wie beim Fußball: Man(n) will halt gut aussehen…
Ihr
Joachim Löw
jogo löw & nivea for men - Das Exklusives INterview
Wie kamen Sie zum Fußball?
„Ich kam zum Fußball wie jedes Kind, das auf dem Lande aufgewachsen ist. Ich bin in Schönau im Schwarzwald groß geworden und habe dort auch gekickt.
Erst auf der Wiese mit den Freunden, dann im Verein. Damals gab es in Schönau und Umgebung noch kein so vielfältiges Sportangebot wie heute.
Aber ich wäre wohl trotzdem beim Fußball gelandet.“
Ab wann hat Fußball in Ihrem Leben eine Rolle gespielt?
„Fußball hat immer eine Rolle gespielt in meinem Leben – allerdings war die Bedeutung unterschiedlich.
Fußball war lange Zeit nur Spaß und Zeitvertreib. Mit den Kumpels in Schönau kicken – das war große Klasse.
Dann wurde es eher ernst, als ich mit 17 Jahren zum SC Freiburg wechselte. Von da an war Fußball keine Nebensache mehr, sondern Hauptsache.
Denn seit diesem Zeitpunkt bin ich eigentlich professionell im Fußball tätig. Erst als Spieler – später als Trainer.“
Was waren die Meilensteine Ihrer bisherigen Karriere?
„Da gab es viele. Sicherlich das erste Spiel in der 2. Bundesliga für den SC Freiburg,
aber auch mein Titel als Torschützenkönig in Freiburg, mein erstes Spiel in der Ersten Liga beim VfB Stuttgart.
Dann mein erstes Spiel als Spielertrainer in der Schweiz, mein erster Job als Co-Trainer beim VfB Stuttgart, dann als Chefcoach in Stuttgart.
Meine Auslandserfahrungen und dann natürlich diese Aufgaben beim DFB, erst als Co-Trainer, dann als Bundestrainer.“
Was waren die Highlights Ihrer bisherigen Karriere?
„Ich habe wahnsinnig viel erlebt. Absolutes Highlight sicherlich die WM im eigenen Lande –
das wird man allenfalls einmal erleben. Aber auch der Gewinn des DFB-Pokalendspiels 1998 in Berlin mit dem VfB Stuttgart war etwas Besonderes.
Und wer einmal als Trainer das Istanbuler Duell zwischen Fenerbahce und Galatasaray erlebt hat, wird dies auch nicht vergessen.“
Wie haben Sie die WM 2006 erlebt? Wie hat Ihnen Ihre Rolle während der WM 2006 gefallen? Welche Vor- und Nachteile hatte Ihre Rolle während der WM?
„Zunächst: Diese Rolle hatte gar keine Nachteile. Jeder hat in einer ganz besonderen Gemeinschaft seine Fähigkeiten eingebracht und
alles dem großen Ziel untergeordnet – da wurde keine Rücksicht auf Hierarchien genommen.
Diese WM war geprägt von Euphorie und Erfolg. Es war eine einzigartige Stimmung im ganzen Lande und auch bei uns bei der Mannschaft.
Dieses Projekt war von Anfang bis zum Ende geplant – und das schönste war, dass die ganze Planung aufgegangen ist.
Außer den letzten zwei Minuten im Halbfinale gegen Italien…“
Wie sind Sie aus dem Schatten von Jürgen Klinsmann herausgetreten?
„Ich habe dies nie als Schatten empfunden. Wir waren ein Team, in dem Jürgen Klinsmann die Richtung vorgegeben und die Verantwortung getragen hat. Als der DFB entschieden hat, diesen Weg weiter zu gehen, wurde ich Cheftrainer. Da ich aber schon vorher an verschiedenen Positionen Cheftrainer war, hat mich dies nicht besonders in Aufregung versetzt.“
Wie motivieren Sie Ihre Mannschaft – auch nach Niederlagen?
„Wir haben es heute mit einer Generation an Spielern zu tun, die Erklärungen will.
Plumpe Sprüche reichen da nicht. Wir sind schon seit einiger Zeit dazu übergegangen,
Ziele zu visualisieren und somit die Spieler zu motivieren. Ein speziell zusammen geschnittenes dreiminütiges Video sagt mehr
als eine halbstündige Rede. Dann gibt es immer wieder Gespräche.
Manchmal mit der ganzen Mannschaft, dann mit einzelnen Gruppen – wie Verteidigung, Mittelfeld oder Sturm – und manchesmal auch mit einzelnen Spielern.“
Wie definieren Sie die Rolle eines Trainers?
„Hauptaufgabe eines Trainers ist und bleibt, bei den Spielen das Optimale aus den vorhandenen Möglichkeiten herauszuholen.
Einzelspieler zu einer Mannschaft zusammen zu bauen und möglichst wenig Schwächen zu zeigen.
Dann muss der Trainer natürlich auch die Entwicklung des Fußballs beobachten und auch die Schwächen des Gegners suchen.
Bei großen Turnieren ist man dann auch noch verantwortlich für eine Gruppe von rund 50 Personen. Aber im Mittelpunkt muss immer der Fußball stehen.“
Welches ist die Hauptaufgabe eines Trainers aus Ihrer Sicht?
„Wie schon erwähnt: Das Wichtigste ist das Optimale beim Spiel auszuschöpfen. Mir geht es weniger um Medienarbeit oder Interviews – ich will einfach gewinnen.“
Wie hat sich die Trainerrolle heutzutage verändert?
„Die Hauptaufgabe – nämlich Spieler und Mannschaft zu verbessern – ist gleichgeblieben.
Aber die Rahmenbedingungen haben sich erheblich verändert.
Das betrifft vor allem die öffentliche Wahrnehmung. Wir leben im Zeitalter der Kommunikation – und man muss bei allem damit leben,
dass es öffentlich wird. Gespräche mit Spielern, Trainingseinheiten – alles wird diskutiert.
Dann merkt man, dass wir es sicherlich mit Spielern zu tun haben, die in diesen Rahmenbedingungen aufgewachsen sind.
Auf der anderen Seite haben wir durch die moderne Technik heutzutage viele zusätzlichen Möglichkeiten und können so viele Hilfsmittel einsetzen,
um Spieler und Mannschaften zu verbessern.“
Welches waren Ihre schönsten Fußballmomente?
„Die Schönsten waren sicherlich mein erstes Spiel in der Zweiten Bundesliga beim SC Freiburg und die WM im eigenen Lande. Das waren einmalige Momente.“
Welches waren kritische Momente? Wie sind Sie damit umgegangen? Was haben Sie hieraus gelernt?
„Es war sicherlich kritisch vor dem Österreich-Spiel bei der Europameisterschaft. Aber ich habe die Fähigkeit,
mich auch in kritischen Momenten auf das wesentliche zu konzentrieren.
Als Trainer muss man ohnehin mit Optimismus vorangehen und die Spieler würden es merken,
wenn dieser Optimismus nur aufgesetzt wäre. Man muss als Trainer Entscheidungen treffen, Trainingseinheiten vorbereiten –
da wäre es völlig falsch, sich über eventuellen Misserfolg Gedanken zu machen.“
Wie sehen Sie der Qualifikation entgegen?
„Natürlich mit viel Zuversicht. Wir haben eine schwierige Qualifikations-Gruppe – Russland war in der Vorrunde der Europameisterschaft die überragende Mannschaft.
Es ist für uns natürlich wichtig, dass wir uns qualifizieren – und zwar möglichst schnell. Wir wollen den Fans – und natürlich auch uns selbst - einen Nervenkitzel ersparen.“
Welche Erwartungen haben Sie an die WM 2010?
„Das ist zum Beispiel einen Punkt, den ich gelernt habe: Das Wichtigste ist im Fußball, Schritt für Schritt zu machen.
Es wäre völlig falsch, jetzt von der WM zu reden –wir sind noch gar nicht qualifiziert.
Natürlich wird diese erste WM auf afrikanischem Boden etwas ganz Besonderes – aber ich brauche meine Energie jetzt dafür, dass wir uns qualifizieren.
Dann haben wir noch genügend Zeit, um uns über die WM Gedanken zu machen.“